Wer bloggt?

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Mein Leben mit Histamin-, Fructose- und Sorbitintoleranz

Hallo liebe Leserinnen, liebe Leser!

Im wirklichen Leben heiße ich Christine, bin zur Zeit Mitte Vierzig und lebe mit Familie und zwei schwarzen Katertieren im wunderschönen Saarland. Mitten in unserem wilden Garten baue ich auch selbst im Frühjahr und Sommer verträgliches Gemüse in Einklang mit der Natur an.

Warum habe ich mich dazu entschlossen, diesen Blog zu schreiben?

Ich möchte euch zeigen, dass man trotz diverser Unverträglichkeiten ein gutes und glückliches Leben führen kann. Gerne lasse ich euch an meinem teilhaben.

Ich hoffe, dass ihr einige Anregungen für eine Verbesserung trotz Verzicht hier in meinem Blog findet.

Eins vorweg: Ich habe keine medizinische Ausbildung und schreibe euch nur meine persönliche Geschichte und Erfahrungen auf. Was ihr für euch daraus ausprobieren möchtet liegt ganz allein in eurem Ermessen.

Meine Leidensgeschichte

ca. 1988 fing alles an…

Seit knapp 30 Jahren leide ich an einer rheumatisch-entzündlichen Autoimmunerkrankung, dem Sjögren-Syndrom, das allerdings erst 2004 zufällig diagnostiziert wurde. Etwa genauso lange hatte ich oft Bauchschmerzen und viele Blähungen. Diesen hatte ich aber nicht viel Beachtung geschenkt.

Juli 2017

Jahrelang wurde ich wegen mehrerer starker Infekten mit Antibiotika behandelt (unter anderem wegen Borreliose). Diese haben wohl meine Darmflora sehr schwer geschädigt.

Meine Beschwerden wurden immer unerträglicher. Ich litt unter fast ganztägigen Bauchschmerzen mit Krämpfen, Blähbauch, Blähungen, Schwindelattacken, Konzentrationsstörungen, einem entzündeten Gefühl im Darm, Heiserkeit und selten auch Herzstolpern und einem benommenen Gefühl. Mit dem Essen hatte ich diese allerdings nicht in Verbindung gebracht, da ich sie immer hatte – egal was ich aß.

November 2017

Wegen der Heiserkeit ging ich zum HNO. Dieser vermutete einen stillen Reflux und überwies mich zur Speiseröhren- und Magenspiegelung inklusive Zwölffingerdarm. Diese war ohne Befund bis auf zwei kleine Zysten an den Magendrüsen.

Mai 2018

Die Beschwerden waren weiterhin stark vorhanden. Deshalb bin ich mit meiner Geschichte im Mai 2018 zu einem neuen Hausarzt. Dieser brachte zum ersten Mal das Thema „Intoleranz“ auf den Tisch. In dieser Praxis wurde zuerst auf Laktoseintoleranz getestet – dieser Test war negativ.

Dezember 2018

Zum Fructosetest wurde ich zu einem Gastroenterologen überwiesen. Dieser testete mich darauf und nahm mir auch Blut ab, um nach der Diaminoxidase-Konzentration (DAO) darin zu schauen. Laut diesem Arzt war der Fructosetest negativ, da ich keine Verdauungsprobleme während des Aufenthalts in der Praxis hatte. Schwindel, der während des Tests auftrat, war für ihn irrelevant.

Ein paar Tage später war auch das Ergebnis des DAO-Tests da. Der Wert lag bei 6,3 – also wahrscheinliche Histamin-Intoleranz. Mein Hausarzt verschrieb mir eine Ernährungsberatung nur für einen einzigen Termin, da der Wert nicht unter 3 lag..

Januar 2019

Zum Glück fand ich eine sehr gute Ernährungsberaterin, die sich super mit Intoleranzen auskennt. Sie hat mir sehr gut geholfen. Ich denke, dass ich ohne die Termine bei ihr noch lange nicht so weit wäre wie ich jetzt bin.

Zuerst riet sie mir, drei Wochen lang nur histaminarme Lebensmittel, keine Laktose, keinen Weizen, keinen Kohl bzw. blähende Lebensmittel und keine Hefe zu essen.

Eine strenge Karenz-Zeit (Kartoffel-Reis-Diät) kam für mich wegen meiner Autoimmunerkrankung nicht infrage, da ich sonst zu wenig Nährstoffe erhalten hätte. Zusätzlich sollte ich ein Ernährungs-Symptom-Tagebuch führen. Nach zwei Wochen waren die Beschwerden schon viel besser und ich hatte ein neues Lebensgefühl.

Das leicht entzündete Gefühl im Bauch blieb jedoch und daher entschied ich mich im Januar 2019 einen großen Darmfloratest zu machen.  Hierbei kam heraus, dass ich viel zu viele histaminbildende Bakterien und auch einen leicht erhöhten Calprotectin-Wert hatte. Leider werden diese Tests nicht von den Ärzten anerkannt und ich habe mich selbst auf Ursachenforschung begeben. Ein paar andere Baustellen sind immer noch offen, daran arbeite ich.

Mit dem Ernährungs-Symptom-Tagebuch und meiner Ernährungsberaterin wurde ersichtlich, dass ich wohl doch ein Problem mit Fructose habe. Daher entschied ich mich im März 2019 einen Termin bei einem Ernährungsmediziner zu machen. Hier wurde mein DAO-Wert erneut getestet (jetzt 4,2) und auch ein neuer Fructosetest gemacht. Dieser war eindeutig positiv. Auch hier hatte ich keinerlei Verdauungsprobleme in der Praxis, mir war aber wieder leicht schwindelig und benommen.

April 2019

Wegen des erhöhten Calprotectin-Werts hatte ich einen Termin zu einer Darmspiegelung bei einem anderen Gastroenterologen im April 2019. Dort fand man zum Glück keine Veränderungen im Darm. Organisch ist alles ohne Befund.

In Absprache mit meiner Ernährungsberaterin habe ich Omibiotic 6 und Histamed langsam eingeschlichen. Wichtig bei Omnibiotic 6 ist, dass es angerührt und erst etwa 60 Minuten stehen gelassen wird, damit die Bakterienstämme die Fructose verstoffwechseln können bevor sie in den Darm kommt. Auch habe ich regelmäßig morgens einen TL Flohsamenschalen in ein Glas Wasser gerührt und zügig getrunken. Dann sofort noch einmal ein Glas Wasser nachgetrunken.

In verschiedenen Selbsthilfegruppen und im Internet werden Probiotika sehr kontrovers diskutiert. Die eine Hälfte empfiehlt sie, die andere verteufelt sie. Entscheidet selbst ob ihr es ausprobieren möchtet.

Mittlerweile habe ich auch herausgefunden, dass ich zusätzlich auch eine Sorbitintoleranz habe. Auf zuckerfreie Kaugummis oder Bonbons hatte ich immer schon mit Bauchschmerzen und Blähungen reagiert. Mir fiel auf, dass ich nach einigen Obst- und Gemüsesorten immer noch Beschwerden hatte. Nachdem mir eine Mitleidende sagte, dass etwa 75% der Fructoseintoleranten auch eine Sorbitunverträglichkeit haben, achtete ich darauf und *bingo* – natürlich hatte ich auch bei dieser Verteilung laut hier gerufen.

Seit einem knappen halben Jahr achte ich ziemlich streng auf histamin-, fructose- und sorbitarme Ernährung und es geht mir meist sehr gut dabei. Ich habe nur noch äußerst selten Beschwerden, dann kann ich aber den Übeltäter oft direkt identifizieren.

Auch sind meine extremen Muskelschmerzen, die mich jahrelang täglich begleitet haben, wesentlich besser geworden. Seit März 2019 musste ich keine Schmerztabletten mehr nehmen.

Januar 2020

Zu meinem Glück habe ich in einer Gruppe einen Ärzte-Tipp erhalten, bei dem ich sogar ziemlich zeitig einen Termin bekommen habe. Dieser Arzt ist ein Hausarzt, kennt sich aber mit dem Thema sehr gut aus. Dort war ich vor zwei Wochen. Er ist der erste Arzt, der sich komplett meine Geschichte angehört hat und jetzt noch einige Tests (Blut-, Urin- und Stuhltests) durchführt. er möchte SIBO (Dünndarmfehlbesiedelung) ausschließen, die oft mit jahrelanger Einnahme von Immunsuppressiva einhergeht (ich habe 6 Jahre lang nacheinander Resochin, MTX und Azathioprin nehmen müssen). Auch Leaky Gut möchte er ausschließen sowie meine Nährstoffwerte im Blut kontrollieren. Auf KPU werde ich auch untersucht. Das alles kostet einen mittleren dreistelligen Bereich, aber das ist mir meine Gesundheit wert.

Mein Motto für dieses Jahr:

Ich will die Ursache für meine Beschwerden finden und wenn möglich bekämpfen!

Februar 2020

Es kam tatsächlich etwas bei den Tests heraus, nämlich, dass ich ein Leaky Gut habe, das jetzt behandelt wird.

Was erwartet euch in Zukunft auf meinem Blog?

In regelmäßigen Abständen veröffentliche ich Rezepte, Tipps zur Ursachenfindung, meine Ideen zu einem umweltfreundlichen Leben und vieles mehr.

Ich würde mich sehr freuen wenn ihr meinen Blog weiter verfolgt (eventuell auch auf Instagram, Facebook und Pinterest) und hoffe, ihr findet Anregungen, die euer Leben verbessern.