Rübli-Becher

Rübli-Becher

histamin- und fructosearm

Ich weiß, ich bin zu spät dran für ein tolles Osterrezept dieses Jahr. Es gibt einen Rübli-Becher zum Nachtisch. Warum einen Becher? Das verrate ich euch wenn ihr noch etwas weiter lest.

Dass ich zu spät dran bin liegt unter anderem daran, dass ich zum Glück gerade sehr viel mit meiner Ernährungsberatung zu tun habe. Mein Osterangebot wird so gut gebucht, dass ich mich entschlossen habe, es noch für zwei weitere KundInnen anzubieten. Beeilt euch, denn wer zuerst kommt mahlt zuerst. Es ist nur bis morgen (Ostermontag, 05.04.2021, 17 Uhr) buchbar, danach gilt wieder der alte Preis. Ich danke euch für das Vertrauen, das ihr in mich setzt!

Wenn ihr für dieses Jahr auf meinem Blog nach einem österlichen Kuchen gesucht habt, ist euch ganz bestimmt der saftige Rüblikuchen, den ich letztes Jahr veröffentlicht hatte, ins Auge gefallen. Dieses Jahr dachte ich mir, dass ich aus einem normalen Rüblikuchen auch eine festliche Torte machen kann.

Aber gedacht heißt nicht, dass es unbedingt klappt – auch bei mir nicht – Der Boden war fertig gebacken und sehr gut gelungen. Ich habe die Frischkäse-Creme angerührt und die Sahne mit Sahnesteif geschlagen und darunter gehoben. Der Boden war vollständig abgekühlt, ich habe ihn mittig durchgeschnitten, einen Tortenring darum gelegt und die Hälfte der Creme darauf verteilt. Dann den zweiten Boden darauf gelegt und nochmal etwa die Hälfte der übrigen Creme darauf verteilt.

Heute gibt es ein Rezept für eine leckere Variation der Rübli-Torte nicht nur zu Ostern: einen histamin- und fructosearmen Rübli-Becher.
Rübli-Becher

Alles stand über Nacht im Kühlschrank und sah am Ostermorgen auch sehr gut aus – bis ich den Ring abgenommen hatte und mir die Füllung ganz langsam aus dem Kuchen rann.

Also musste schnell Plan B her…. Tortenring wieder drum und im Keller vier Weckgläser geschnappt und im Eiltempo gespült. Diese habe ich mit einem Teil der restlichen Creme ausgekleidet und die Trümmertorte in kleine Stücke geschnitten und darin verteilt. Der Rest der Torte wurde in eine Auflaufform umgesiedelt, damit er in Ruhe weiter auslaufen kann.

Dann habe ich den Rest der Creme darauf verteilt und alles wieder bis in den Kühlschrank gestellt. Und so entstanden die Rübli-Becher.

Infos über die verwendeten Zutaten

Ich verwende Hühnereier, da ich diese recht gut vertrage. Im Rezept werden diese getrennt und das Eiweiß zu Schnee geschlagen. Wachteleier sind histaminärmer, aber das Trennen ist ein ziemliches Gefutschel, hat mir eine meiner Leserinnen mal geschrieben. Ich selbst habe dies noch nicht ausprobiert.

Als Dekoration gibt es im Handel Marzipan-Möhren zu kaufen. Da ich diese aber nicht gut essen kann verwende ich diese nicht, sondern habe Möhrenraspel in etwas Tapioka-Süße und einem Esslöffel Rapsöl im Backofen gebacken. Das schmeckt richtig lecker! Als weitere Dekoration und für den Crunch-Effekt habe ich Erdmandelflocken in etwas Traubenzucker in der Pfanne karamellisiert.

Herkömmliches Sahnesteif enthält oft unverträgliche Zutaten, daher habe ich mich schlau gemacht und stelle es mittlerweile ganz einfach selbst her. Wie das geht erfahrt ihr in meinem Rezept für den Layer Cake. Ich hätte aber wohl mehr davon gebraucht, beim nächsten Mal weiß ich es..

Die Creme besteht aus Frischkäse und Sahne. Achtet beim Kaufen bitte darauf, dass beides weder Carrageen noch andere Bindemittel wie Guarkern- oder Johannisbrotkernmehl enthält. Falls ihr laktosefreie Milchprodukte kauft ist dies auch sehr wichtig!

Und jetzt viel Spaß beim Testen des Rezeptes für den leckeren Rübli-Becher.

Ich wünsche euch allen ein schönes Osterfest im Kreise eurer Lieben!

Generell gilt: Was ich vertrage muss nicht auch von euch ohne Beschwerden gegessen werden können. Testet fragliche Lebensmittel bitte separat aus, denn jede Intoleranz ist sehr individuell ausgeprägt!

Rübli-Becher

Vorbereitungszeit15 Min.
Zubereitungszeit40 Min.
Kühlzeit8 Stdn.
Arbeitszeit8 Stdn. 55 Min.
Gericht: Dessert, Nachspeise
Keyword: Dessert, Fructose, fructosearm, Fructoseintoleranz, Histamin, histaminarm, Histaminintoleranz, laktosefrei, Nachspeise, sojafrei, sorbitarm, weizenfrei
Portionen: 8 Portionen/1 Kuchen
Autor: Christine Bossmann-Weirich

Equipment

  • 26 er Springform
  • Backblech
  • 2 Bogen Backpapier
  • Handmixer mit Rührstab und Schneebesen
  • Weckgläser oder andere Dessertschalen
  • kleine Pfanne

Zutaten

Für den Rübli-Teig:

  • 400 g geraspelte Möhren
  • 175 g zimmerwarme Butter
  • 250 g Getreidezucker
  • 300 g Dinkelmehl Typ 630
  • 100 g Erdmandelmehl alternativ Mandeln wenn verträglich
  • 4 Hühnereier getrennt
  • 2 EL Vanille-Extrakt kann weg gelassen werden
  • 1 Pck. Weinstein-Backpulver
  • 2 TL Zimt
  • 1 Prise Salz

Für die Creme:

  • 450 g Frischkäse natur ohne Bindemittel, evtl. laktosefrei
  • 400 g Schlagsahne ohne Carrageen
  • 120 g Traubenzucker
  • 9 EL Sahnesteif selbst gemacht

Für die Deko:

  • 1 mittelgroße breit geraspelte Möhre
  • 1 EL Rapsöl
  • 1 EL Tapioka-Süße
  • 3 EL Erdmandelflocken
  • 2 geh. TL Traubenzucker

Anleitungen

Backofen vorheizen:

  • Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen

Teig herstellen:

  • Eier trennen.
  • Geraspelte Möhren mit Butter, Eigelb, Zucker, Vanille-Extrakt, Dinkel- und Erdmandelmehl, Weinstein-Backpulver und Zimt verrühren. Es entsteht ein recht flüssiger Teig.
  • Eiweiß mit 1 Prise Salz sehr steif schlagen und sachte unter den Teig heben.
  • Springform gut einfetten und den Teig hinein geben.

Boden backen:

  • Den Boden etwa 35 bis 40 Minuten backen. Stäbchenprobe machen.
  • Kuchen abkühlen lassen und aus der Form nehmen.

Creme zubereiten:

  • Sahne mit dem Zucker und dem Sahnesteif schlagen.
  • Frischkäse nur kurz verrühren und die Sahne hinzugeben.
  • Sachte unterheben und über Nacht kühl stellen.

Rübli-Becher zubereiten:

  • Weckgläser mit etwas Creme auskleiden und den Rüblikuchen in kleine Stücke zerteilen.
  • Abwechselnd Kuchenstücke und Creme in den Gläsern verteilen und wieder kühl stellen.

Deko zubereiten:

  • Backofen auf 120 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Geraspelte Möhre mit Rapsöl und Tapioka-Süße verrühren und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen.
  • Für 40 Minuten backen, herausnehmen und abkühlen lassen.
  • In einer kleinen Pfanne 2 EL Traubenzucker erhitzen bis er schmilzt. Dabei nicht umrühren.
  • Gehobelte Erdmandeln hinzugeben und so lange rühren bis sie komplett vom geschmolzenen Zucker bedeckt sind.
  • Dünn auf Backpapier streichen und erkalten lassen. Dann in kleine Stücke brechen.

Rübli-Becher fertig stellen:

  • Kurz vor dem Servieren karamellisierte Möhrenraspel und Erdmandel-Crunch darauf verteilen.
Heute gibt es ein Rezept für eine leckere Variation der Rübli-Torte nicht nur zu Ostern: einen histamin- und fructosearmen Rübli-Becher.
Rübli-Becher

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